Über den Sport habe ich schnell Kontakte zu Neuseeländern gefunden

Maximilian ist von Juli bis Dezember 2025 am Rangitoto College in Auckland

Maximilian
Rangitoto College
Hole in the Rock, Bay of Islands

Mir geht es hier in Neuseeland gut und ich habe mich inzwischen gut eingelebt. Die ersten Wochen waren aufregend, aber ich wurde von der Schule und auch von meiner Gastfamilie sehr freundlich aufgenommen, was mir den Start leicht gemacht hat.

Das Rangitoto College ist wirklich groß und beeindruckend. Der Campus ist weitläufig, und es gibt unglaublich viele Möglichkeiten, vor allem bei der Fächerwahl (manches wird nicht empfohlen, wenn man die Jahre davor nicht da war). Meine Lehrer sind alle sehr nett und hilfsbereit, und insgesamt herrscht hier eine sehr offene Atmosphäre.

Mit meiner Gastfamilie komme ich gut klar. Das Haus ist zwar ein bisschen älter und dadurch recht kühl, aber ich habe einen portablen Heater in meinem Zimmer, sodass es kein Problem ist. Mein Zimmer ist klein und ohne Schreibtisch, aber da wir hier kaum klassische Hausaufgaben haben, stört mich das eh nicht 🙂. Ein Vorteil ist auch, dass ich sehr nah an der Schule wohne. Außerdem lebe ich zusammen mit einem Schüler aus Thailand, der mir gerade am Anfang sehr geholfen hat, mich zurechtzufinden (er wohnt seit zwei Jahren hier).

Meine Fächer machen mir Spaß und sind abwechslungsreich. Besonders interessant finde ich Hospitality, Outdoor Education und Engineering. In Hospitality lernen wir z. B. Kochen, Service und den Umgang im Restaurant. Outdoor Education ist sehr praktisch: Wir haben schon einen Trip zu den Pinnacles gemacht und dort in der Pinnacles Hut übernachtet. Dadurch habe ich alle sehr gut kennengelernt und wir sind als Klasse enger zusammengewachsen. Außerdem waren wir Mountainbiken im Woodhills Mountainbike Park und im Kletterpark direkt daneben. Später im Jahr steht noch White Water Rafting im Wero Whitewater Park an. In Engineering arbeiten wir viel praktisch mit Maschinen, momentan baue ich einen eigenen Locher aus Aluminium und Stahl. Auch Photography gefällt mir, weil ich mich damit schon ein wenig auskenne und es immer lustig ist, die Projekte umzusetzen.

Sportlich bin ich auch gut eingebunden. Ich trainiere beim North Shore Swimming Club und bei North Harbour Bays Athletics, wo ich sowohl Schwimm- als auch Lauf- und Krafttraining habe. Außerdem trainiere ich manchmal mit der Westlake Boys High School, die eine eigene Lauf-Academy hat. Schade ist nur, dass Rangitoto selbst keine Teams für Schwimmen oder Leichtathletik hat, aber durch die Clubs habe ich viele Möglichkeiten. Über den Sport habe ich schnell Kontakte zu Neuseeländern gefunden – die Trainingsgruppen sind sehr offen und man wird gut aufgenommen. Besonders stolz bin ich darauf, dass ich für Rangitoto beim Auckland Road Racing Championship starten durfte und den ersten Platz belegt habe. In Neuseeland ist der Sport komplett anders strukturiert als in Deutschland. Neuseeländische Schulmeisterschaften sind deutlich größer als die „normalen“ Clubmeisterschaften, wie wir sie in Deutschland haben. Im Dezember 2025 starte ich voraussichtlich auch für das Rangitoto College bei den neuseeländischen Leichtathletik Meisterschaften. Zum Schwimmen gehe ich in das AUT Millennium und das dazu gehörige National Aquatic Centre direkt neben dem Rangitoto College. Letzterer soll jedoch von September 2025 bis Januar 2026 renoviert werden. Von mir zu Hause ist das nur 20 Minuten zu Fuß (ca. 2 km) entfernt, jedoch gibt es auch Schüler, die einen weiteren Weg haben. Als Tipp würde ich der Schule mitteilen, dass man dort trainieren möchte, dann kommt man eher in eine Familie nah am Millennium. Laufen trainiere ich ebenfalls dort, wobei wir auch im Long Bay Regional Park trainieren, da man dort sehr gut trainieren kann, wenn man nicht auf der Bahn sein möchte.

Außerdem war ich bereits auf Trips von StudentsontourNZ nach Rotorua und zu den 144 Inseln in der Bay of Islands. In den Frühlingsferien zwischen Term 3 und 4 fliege ich auf die Südinsel und mache dort eine 11-tägige Tour.

Auckland gefällt mir sehr. Besonders in North Shore, wo ich wohne, sind die Häuser niedrig gebaut, sodass man sich nicht wie in einer Großstadt fühlt. Mit den Bussen kommt man überall gut hin, was sehr praktisch ist.

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